13.02.2022 Studie zu Corona-Warn-Apps in der EU

Einsatz von Corona-Warn-Apps nicht mehr gerechtfertigt

Die deutsche Corona Warn App haben wir mehrfach kritisiert und an der Luca App konnten wir erst recht kein gutes Haar lassen. Das haben inzwischen auch verschiedene Bundesländer eingesehen und die Förderung gestrichen. Aus eigenem Erleben kann der Autor beisteueren, dass in seiner Familie mit 8 positiv auf Omikron getesteten Mitgliedern, das Handy einer Positiven in der Corona Warn App ein "Geringes Infektionsrisiko" anzeigte - sehr hilfreich ...

Inzwischen gibt es nun von der Civil Liberties Union for Europe (Liberties) und neun Partnerorganisationen eine Untersuchung über die politischen und rechtlichen Grundlagen für nationale Apps zum Nachverfolgen von Coronavirus-Kontakten in zehn EU-Ländern. Dabei zeigte sich, dass

  1. es sehr unterschiedlich schwer war, an die jeweiligen Dokumente über die verwendeten Programme und ihren praktischen Einsatz heranzukommen,
  2. es in fast keinem Land Effizienz- und Sozialverträglichkeitsprüfungen für die Anwendungen gab - und das nach über einem Jahr im Einsatz,
  3. es wegen der oft geringen Akzeptanz auch die gesellschaftlichen Auswirkungen in Grenzen hielten,
  4. auch die EU Staaten keinen Druck auf die Interoperabilität der nationen Warn Apps ausübten - also wohl auch nichts davon hielten,
  5. die Staaten "langsam" ihre Förderung und Unterstützung für die Apps auslaufen lassen.

War es das?

Nicht ganz - immerhin lobt auch die Liberties Studie die Arbeit, die von Datenschutzaktivisten in die Corona Warn App gesteckt wurde. "Deutschland war eines der wenigen Länder, die auf Transparenz, öffentliche Debatten und Folgenabschätzungen setzten", lobt Liberties, wie Heise schreibt und weiter: Der anfängliche Streit über Tracings-Apps hierzulande zeige "den unschätzbaren Wert einer offenen gesellschaftlichen Debatte" sowie einer "engagierten und kritischen Zivilgesellschaft" auf.

Weiter kritisch gesehen wurden Verfolgung mittels der GPS Daten von Handys und die bei allen Tracing-Apps zutage getretene "Abhängigkeit der Regierungen von Big Tech", da das Bluetooth-Tracing auf einem Rahmenwerk von Apple und Google basiert. Damit würden sich Staaten diesen privaten Internetkonzernen ausliefern - und die Menschen in Europa und ihre Daten werden dadurch ausgeliefert.

Na dann, weg mit den Apps von den Handys. Überflüssige Apps haben dort nichts mehr zu suchen. Außerdem reicht eine CWA-Meldung nicht mehr als Berechtigung für einen PCR Test - das haben endlich auch die Politiker gemerkt.

Mehr dazu bei https://www.heise.de/news/Buergerrechtler-Weiterer-Einsatz-von-Corona-Warn-Apps-oft-nicht-gerechtfertigt-6256487.html


Kommentar: RE: 20220213 Studie zu Corona-Warn-Apps in der EU

Ihr hättet noch auf die vielen Suaereien in den anderen EU Ländern hinweisen sollten. Dort war das meist nicht DSGVO konform.
Und ob die Staaten die Daten auf Vorrat speichern, weiß auch niemand.

Se., 13.02.22 13:10


RE: 20220213 Studie zu Corona-Warn-Apps in der EU

Die Luca App kann z. B. in einem Shopping center den genauen Store in dem du warst belegen. Also z. B. Auch die Etage in der du warst. Das kann ein funkmast nicht so genau. GPS ja, aber ein Funkmast kann nur den ungefähren Standort in der horizontalen ausspucken.

Mo., 16.02.22 01:13


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3kT
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Tags: #Verbraucherdatenschutz #Datenschutz #Datensicherheit #Corona #Luca #Transparenz #Informationsfreiheit #Scoring #Bluetooth #WarnApp #(a)sozialeNetzwerke #Verhaltensänderung
Erstellt: 2022-02-13 10:45:08
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