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Steinmeier gedenkt faschistischer Verbrechen - wir auch"Ich stehe heute vor Ihnen als deutscher Bundespräsident und empfinde ausschließlich Scham über das, was Deutsche Ihnen angetan haben", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gestern bei einer Gedenkveranstaltung in Fivizzano, einem Ort in Norditalien. In dem Ort in der Toscana hatten Soldaten der 16. SS-Panzergrenadier-Division "Reichsführer SS" im August 1944 rund 400 Dorfbewohner brutal ermordet. Vor kurzem jährte sich eine ähnliche Tat deutscher Soldaten in einem Ort in Griechenland. Auch aus Frankreich und Tschechien (Lidice, Mai 1942) sind solche Kriegsverbrechen bekannt, wie auch die großen Erschießungen bei Masakr u Kragujevcu in Jugoslawien, wo im Oktober 1941 mehr als 4000 Zivilisten durch die Wehrmacht getötet wurden. Warum müssen wir das ins Gedächtnis zurückrufen?Der aktuelle Anlass ist für uns die #unteilbar Demonstration ebenfalls gestern in Dresden, denn im Gedenken an diese Verbrechen müssen wir alles tun, um Nationalismus, Hass und eine Entwicklung zu einem neuen Faschismus zu verhindern. Im Aufruf zur Demo hieß es u.a. "Rassismus und Menschenverachtung sind gesellschaftsfähig. Was gestern mehrheitlich noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist heute Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt." Wenn sogenannte Politiker der AfD solche Verbrechen gegen die Menschlichkeit als "Vogelschiss in der Geschichte" bezeichnen und Veranstaltungen zum Gedenken von Gruppierungen der Wehrmacht durchführen, so sind das keine Ausrutscher - das kündigt bereits die neuen Verbrechen an. Die Wehrmacht ist nicht durch "die Entbehrungen im Kampf verroht", wie bürgerliche Geschichtsschreiber meinen - die Ausrottung aller anderen Rassen, aller Andersgläubiger oder Andersdenkender war der bewusste Wille, der zur Tat(sache) wurde. Schauen wir auf das Land mit den meisten Opfern durch die Wehrmacht - in der Sowjetunion überlebten 27 Millionen Menschen den Überfall durch den deutschen Faschismus nicht. Bereits vor dem 22. Juni 1941, dem Tag des Überfalls auf die Sowjetunion, erging der "Kommissarsbefehl", der von den deutschen Soldaten verlangte:
Rubikon schreibt in einer Analyse zum Krieg im Osten: "Die meisten Bundesbürger gehen noch heute von der irrigen Vorstellung aus, die 27 Millionen Toten auf sowjetischer Seite seien Opfer "normaler Kriegshandlungen" gewesen. Mindestens sieben bis acht Millionen - manche Historiker sprechen von 10 Millionen - sind jedoch außerhalb der eigentlichen Kampfhandlungen, viele durch vorsätzliches Verhungern lassen, zu Tode gekommen: ein Tatbestand, der es wohl rechtfertigt, von Völkermord zu sprechen. ... 1941 starben allein in den Lagern im besetzten Polen 45.690 sowjetische Gefangene - mehr als 4.500 am Tag. Von den 361.612 Gefangenen, die dort im Herbst 1941 auf Dauer untergebracht werden sollten, waren bis zum 15. April 1942 307.816, mehr als 85%, verhungert, erfroren, an Seuchen gestorben oder erschossen worden." Rassistische Überheblichkeit, Hass auf alles Fremde und absolute Unmenschlichkeit sprechen aus diesen "Verordnungen" und wir hören ähnliches schon wieder in den Reden der Hetzer. Wehret den Anfängen! No pasaran - sie dürfen nicht durchkommen! Mehr dazu bei https://www.tagesschau.de/ausland/steinmeier-italien-105.html Kommentar: RE: 20190826 Ausschließlich Scham über Verbrechen deutscher Militärs in aller Welt Die AfD ist nicht nur rechtsradikal, das ist die FDP für Arme. Gregor Gysi hat das so zusammengefasst: Samuel, 26.08.2019 11:10 RE: 20190826 Ausschließlich Scham über Verbrechen deutscher Militärs in aller Welt Die Behandlung des Begriffes Nationalismus gehört genauer angeschaut. Wir haben auf der Erde fast ausschließlich Nationalstaaten. In allen gibt es auf irgendeine Weise Nationalismus. Das sind nicht alles Faschisten. Die Verteufelung von Nationalgefühl spielt der AfD , unkritischen Globalisierungsbefürwortern und unkritischen EUbefürwortern in die Hände. Für mich stehen Demokratie und Menschenrechte im Vordergrund. HP., 26.08.2019 11:56 RE: 20190826 Ausschließlich Scham über Verbrechen deutscher Militärs in aller Welt Nationalismus ist im Wesentlichen ein Produkt der Industrialisierung. Folglich ist Nationalismus vor allem in Industriegesellschaften zu finden, in anderen bestenfalls rudimentär. Mit dem Ende der Industriegesellschaften wird wohl auch der Nationalismus und der Nationalstaat in seiner heute bekannten Form weitgehend verschwinden. Denn für eine digitalisierte Ökonomie taugt der Nationalismus nicht. Kl., 26.08.2019 12:25 RE: 20190826 Ausschließlich Scham über Verbrechen deutscher Militärs in aller Welt rubikon ist eine wahnwitzige quelle, dann doch lieber telepolis der konicz https://www.heise.de/tp/features/Operation-Bagration-Vergessener-Jahrestag-4442759.html Gr., 26.08.2019 13:40 RE: 20190826 Ausschließlich Scham über Verbrechen deutscher Militärs in aller Welt Das ist möglich. Dennoch brauchen wir einen Ramen für die Demokratie. Schon innerhalb der Nation ist die Schere zwischen arm und reich riesig. Kommunikation über diese Grenze hinweg stößt an Verständnisprobleme. Der Arme versteht den Reichen nicht und umgekehrt. Bei verschiedenen Sprachen noch viel mehr. HP., 26.08.2019 18:17 Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/34P Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6992-20190826-ausschliesslich-scham-ueber-verbrechen-deutscher-militaers-in-aller-welt.html Link im Tor-Netzwerk: http://a6pdp5vmmw4zm5tifrc3qo2pyz7mvnk4zzimpesnckvzinubzmioddad.onion/de/articles/6992-20190826-ausschliesslich-scham-ueber-verbrechen-deutscher-militaers-in-aller-welt.html Tags: #Demo #unteilbar #aufstehen #Solidarität #Meinungsfreiheit #Pressefreiheit #Ungleichbehandlung #Asyl #Wehrmacht #Militär #Bundeswehr #Aufrüstung #Frieden #Krieg #Kriegsverbrechen #Lidice #Fivizzano Erstellt: 2019-08-26 09:00:29 Aufrufe: 960 Kommentar abgeben |
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